Satzung

des Christlichen Vereins Junger Menschen Nürnberg-Großgründlach e.V.


I. Name, Grundlage und Zweck


§ 1. Name und Sitz
Der Verein führt den Namen: „Christlicher Verein Junger Menschen NürnbergGroßgründlach e. V.“ und hat seinen Sitz in Nürnberg. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Nürnberg einzutragen.
Der Verein ist Mitglied des CVJM-Landesverbandes Bayern e. V. und gehört damit auch zum CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. und dem CVJM-Weltbund an.


§ 2. Grundlage und Ziel
A) Als Grundlage dient die im Jahre 1855 beschlossene und 1955 bestätigte „Pariser Basis“:
„Die Christlichen Vereine Junger Menschen haben den Zweck, solche jungen Menschen miteinander zu verbinden, welche Jesum Christum nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter den jungen Menschen auszubreiten.“
B) Der Verein will allen jungen Menschen ohne Unterschied des Bekenntnisses, der Nationalität, der Rasse und der politischen Auffassung, auf der Grundlage der „Pariser Basis“ nach Leib, Seele und Geist dienen.
C) Insbesondere erfüllt der Verein seine Aufgaben:
D) Durch die Verkündigung von Gottes Wort, Hinführung zu christlicher Gemeinschaft und zu gemeinsamem Dienst,
E) durch die Beratung und Betreuung junger Menschen in allen Lebensfragen,
F) durch sein Bildungsprogramm, wie Vorträge, Seminare, Pflege der Musik, durch Sport, Wanderungen und Freizeiten,
G) durch Zusammenarbeit mit anderen CVJM und durch Förderung des CVJMWeltdienstes


§ 3. Gemeinnützigkeit
1. Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt, mit allen seinen Einrichtungen und Maßnahmen im Rahmen der Jugendhilfe tätig zu sein und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne der GemeinnützigkeitsVerordnung vom 24.12.1953.
2. Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
3. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

 


II. Mitgliedschaft


§ 4. Eingeschriebene Mitglieder
1. Eingeschriebenes Mitglied kann jeder werden, der die Grundlage de Vereins achtet, die Bestimmungen der Satzung anerkennt und das 14. Lebensjahr vollendet hat. Der Beitritt ist schriftlich zu erklären und bei Minderjährigen von den gesetzlichen Vertretern zu unterzeichnen. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand und durch die Übergabe eines Mitgliederausweises.
2. Ein Mitglied kann bei Verstoß gegen die Satzung, oder wenn in seiner Person ein wichtiger Grund vorliegt, durch Beschluss des Ausschusses ausgeschlossen werden.
3. Die Mitgliedschaft endet durch schriftliche Austrittserklärung an den Vorstand.


§ 5. Stimmberechtigte Mitglieder
1. Eingeschriebene Mitglieder, die sich zu Jesus Christus als ihren Herren, sowie zur Grundlage und zum Zweck des Vereins (§ 2) bekennen, können nach Vollendung des 15. Lebensjahres auf Antrag oder Vorschlag stimmberechtigte Mitglieder werden. Die Berufung erfolgt durch den Ausschuss.
2. Nur stimmberechtigte Mitglieder haben die rechtliche Stellung von Mitgliedern im Sinne des §§ 32ff. des BGB.
3. Die stimmberechtigte Mitgliedschaft und Ehrenmitgliedschaft kann vom Ausschuss entzogen werden, wenn eine Voraussetzung hierfür nicht mehr gegeben ist. Die stimmberechtigte Mitgliedschaft endet durch schriftliche Aufgabeerklärung an den Vorstand. Die eingeschriebene Mitgliedschaft wird dadurch nicht berührt.


§ 6. Fördernde Mitglieder
Personen, die sich zur Unterstützung des Vereins verpflichten, können fördernde Mitglieder werden.


§ 7. Ehrenmitglieder
Durch den Beschluss des Ausschusses können Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Sie haben die Rechte von stimmberechtigten Mitgliedern.



III. Organe des Vereins


§ 8. Die Hauptversammlung
1. Jährlich einmal treten die stimmberechtigten Mitglieder zur Ordentlichen Hauptversammlung (Mitgliederversammlung im Sinne des § 32 BGB) zusammen. Die Einladung dazu muss durch ein Mitglied des Vorstandes mindestens 10 Tage vorher schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung erfolgen.
2. Aufgaben dieser Hauptversammlung sind:
A) Entgegennahme des Jahres- und Finanzberichtes

B) Entlastung des Ausschusses

C) Wahl zum Ausschuss

D) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

E) Wahl der Rechnungsprüfer

F) Genehmigung des Haushaltsplans
3. Anträge zur Hauptversammlung sind 5 Tage vor dem Termin beim 1. Vorsitzenden einzureichen.
4. Der Vorstand kann außerordentliche Hauptversammlungen auf einen zu begründenden Antrag von mindestens einem Viertel der stimmberechtigten Mitglieder einberufen.
5. Die Leitung der Hauptversammlung hat einer der Vorsitzenden. Die Hauptversammlung ist stets beschlussfähig. Über Tagesordnungspunkte, die nicht mit der Einladung bekannt gegeben wurden, kann nur beschlossen werden, wenn mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Über Anträge auf Satzungsänderung kann nur beschlossen werden, wenn diese mit der Einladung zur Hauptversammlung bekannt gegeben worden sind.


§ 9. Der Ausschuss
Der Ausschuss besteht aus 6 Mitgliedern
1) Dem 1. Vorsitzenden

2) Dem 2. Vorsitzenden

3) Dem Schriftführer

4) Dem Kassenwart

5) 2 Beisitzern, die möglichst aus Leitern und Mitarbeitern gewählt werden sollten
Der Ausschuss wird von der Hauptversammlung mit Stimmzettel für 2 Jahre gewählt. Jedes Jahr scheidet die Hälfte der gewählten Ausschussmitglieder aus. In Jahren mit ungerader Endziffer scheidet der 2. Vorsitzende, der Schriftführer und der 1. Beisitzer aus. In Jahren mit gerader Endziffer scheidet der 1. Vorsitzende, der Kassenwart und der 2. Beisitzer aus. Die Ausscheidenden sind wieder wählbar.
2. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, so beruft der Ausschuss für den Rest der Wahlzeit einen Nachfolger aus den stimmberechtigten Mitgliedern.
3. Der 1. Vorsitzende muss eine Neuwahl des Ausschusses ansetzen, wenn dies wenigstens die Hälfte der eingeschriebenen Mitglieder schriftlich bei ihm beantragt.
4. Der Ausschuss hat die Aufgabe, darüber zu wachen, dass die in dieser Satzung angegebenen Ziele verwirklicht werden. Insbesondere hat er folgende Rechte und Pflichten:
A) Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden aus seiner Mitte

B) Wahl des Kassenwarts und des Schriftführers aus seiner Mitte

C) Ernennung der stimmberechtigten Mitglieder

D) Aufstellung einer Vereinsordnung (Aufnahme von Mitgliedern, Abzeichen, Feste, Beirat, Ehrenmitglieder usw.)

E) Ausschluss von Mitgliedern

F) Verwaltung des Vereinsvermögens

G) Die Erstellung der Jahresrechnung
5. Der Ausschuss wird von einem der Vorsitzenden mindestens 8 Tage davor einberufen. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden. Zur Beschlussfassung muss mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sein.


§ 10. Der Vorstand
1. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus dem ersten und zweiten Vorsitzenden. Er wird vom Ausschuss aus seiner Mitte auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Er bleibt jedoch so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt ist. Eine Wiederwahl der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder ist zulässig.
2. Wenn ein Vorstandsmitglied vorzeitig ausscheidet, wird vom Ausschuss ein Nachfolger für den Rest der Amtszeit gewählt.
3. Der erste und zweite Vorsitzende führen die laufenden Geschäfte des Vereins und vertreten diesen gesetzlich. Jeder Vorsitzende ist einzelvertretungsberechtigt.
4. Der Ausschuss muss eine Neuwahl des Vorstandes ansetzen, wenn dies wenigstens die Hälfte der eingeschriebenen Mitglieder schriftlich bei ihm beantragt.

 


IV. Finanzen


§ 11. Zur Bestreitung der Kosten des Vereins dienen:
A) Mitgliedsbeiträge

B) Sammlungen und Kollekten

C) Einnahmen aus Vereinsvermögen und

D) außerordentliche Zuwendungen


§ 12. Rechnungsprüfung
Mindestens einmal im Jahr findet eine Rechnungsprüfung statt. Die zwei Rechnungsprüfer haben der Hauptversammlung jährlich einen schriftlichen Bericht über die Rechnungsprüfung vorzulegen. Danach erteilt die Hauptversammlung dem Vorstand Entlastung.

§ 13. Vereinsvermögen
Die Mitglieder haben keinen Anteil am Vereinsvermögen oder irgendwelche Ansprüche hierauf, haften aber auch nicht mit ihrem eigenen Vermögen. Alle von den Abteilungen oder Gruppen erworbenen oder ihnen zugewendeten Gegenstände und Finanzmittel bleiben Eigentum des Vereins.

 


V. Allgemeine Bestimmungen


§ 14. Abstimmungen und Wahlen
1. Bei allen Abstimmungen und Wahlen entscheidet, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
2. Auf Antrag sind Abstimmungen und Wahlen geheim durchzuführen.


§ 15. Satzungsänderungen
Eine Änderung der Satzung kann nur durch Aufrechterhaltung der Grundlage und des Zwecks des Vereins (§ 2) in einer Hauptversammlung mit drei Viertel der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.
Jede Satzungsänderung muss unverzüglich jedem stimmberechtigten Mitglied schriftlich übersandt werden.


§ 16. Protokollierung
Über die Verhandlungen der Vereinsorgane, die Abstimmungs- und Wahlergebnisse ist Protokoll zu führen, das vom Verhandlungsleiter und Schriftführer zu unterzeichnen ist.


§ 17. Auflösung
1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Hauptversammlung beschlossen werden, an der mindestens zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder teilnehmen. Der Beschluss bedarf der Zustimmung einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.
2. Eine wegen Beschlussunfähigkeit neu einzuberufende Hauptversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig und kann mit einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen beschließen.
3. Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen Zweckes fällt nach Erfüllung der Verbindlichkeiten das Vereinsvermögen an den CVJM-Landesverband Bayern e. V. oder, wenn dieser nicht mehr besteht, an die Evang. Lutherische Kirchengemeinde der Ortsteile mit der Auflage, es gesondert zu verwalten und einem sich innerhalb der nächsten 10 Jahre nach erfolgter Auflösung neu gründenden Verein auszuhändigen, der die gleichen Zwecke dieser Satzung verfolgt und sich dem CVJMLandesverband Bayern anschließt.

 


Diese Satzung ist in der Mitgliederversammlung vom 17.11.1974 beschlossen.
Nürnberg-Großgründlach, den 26.11.1974